"Landwerk" für Kommunen und Landkreise in Hessen, Südniedersachsen, Ostwestfalen und Thüringen


Das erste Verwaltungsgebäude der EAM an der Wilhelmshöher Allee 2 in Kassel


1929 wurde die Elektrizitäts-Aktiengesellschaft Mitteldeutschland EAM, die heutige E.ON Mitte AG, von Landkreisen in Hessen, Südniedersachsen, Ostwestfalen und Thüringen sowie der Preußischen Elektrizitäts-AG aus der Taufe gehoben, um für die Menschen in der Region gemeinsam eine leistungsfähige und sichere Energieversorgung aufzubauen. 33 kommunale Vertreter unterschrieben vor 80 Jahren im ersten Verwaltungsgebäude der EAM an der Wilhelmshöher Allee 2 in Kassel den Gründungsvertrag. Das Ziel der Visionäre in den Landkreisen und Kommunen war es, eine sichere und leistungsfähige Energieversorgung mit gleich günstigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in Stadt und Land aufzubauen.


Ausbau der Netze sorgt für schwierigen Start

Vor über 80 Jahren begannen die Pioniere von E.ON Mitte das Energienetz in der Region aufzubauen. Diese Erfahrung ist eine wichtige Basis, um die heutigen Herausforderungen eines intelligenten Netzbetriebes zu bewältigen.

Die von den Kommunen bei der EAM eingebrachten Stromversorgungsanlagen waren überwiegend während des Ersten Weltkriegs und in den Folgejahren gebaut worden. Mit hohem Kapitalaufwand mussten diese Anlagen modernisiert und zu einem regionalen Gesamtnetz verknüpft werden. Die Ingenieure, Bautrupps und Monteure der EAM entwickelten aus den reinen Lichtnetzen Licht- und Kraftnetze - die Wegbereiter des Zeitalters der Elektrizität. Der ständig steigende Strombedarf erforderte eine fortwährende Verstärkung der Strom-Übertragungsanlagen: Ringverbindungen wurden geschlossen, neue Schaltstationen errichtet, durch Kauf oder Pacht übernommene, mit Gleichstrom betriebene Ortsnetze auf Drehstrom umgestellt.



Traditionell hat die Ausbildung bei E.ON Mitte einen hohen Stellenwert: Bereits seit über 70 Jahren bildet E.ON Mitte bzw. zuvor die EAM den eigenen Nachwuchs aus. Die Ausbildungsquote liegt mit 8,6 Prozent deutlich über dem Bundesdurchschnitt von etwa fünf Prozent. Uns Foto zeigt einen Ausbildungsplatz in der zentralen Lehrwerkstatt in Baunatal.

Das Netzgebiet der E.ON Mitte AG und ihrer Weiterverteiler umfasst rund 12.000 Quadratkilometer zwischen Einbeck in Südniedersachsen und Hanau in Südhessen. Unmittelbar bzw. mittelbar sind über 200 Stadt- und Landgemeinden in das Netz von E.ON Mitte eingebunden. Das Stromnetz ist 44.075 Kilometer lang, das Erdgas-Leitungsnetz hat eine Länge von 4.700 Kilometern. E.ON Mitte beschäftigt rund 1.000 Mitarbeiter, davon über 100 Auszubildende. Aktionäre des Unternehmens sind die E.ON Energie AG (73,3 Prozent), München, die Stadt Göttingen sowie zwölf Landkreise in Hessen, Niedersachsen, Westfalen und Thüringen. Vertriebsgesellschaft der E.ON Mitte AG ist seit dem 1. September 2008 die E.ON Mitte Vertrieb GmbH.


Gelebtes Beispiel für Stadt-Land-Solidarität

Seit die EAM vor 80 Jahren das Licht der Welt erblickte, wurden von dem Unternehmen etwa 2.200 junge Leute ausgebildet, rund drei Milliarden Euro in die Energieversorgung der Region investiert, zirka 1,2 Milliarden Euro Konzessionsabgaben an die Kommunen gezahlt und etwa 350 Millionen Euro Gewerbesteuer entrichtet. Auch nach acht Jahrzehnten haben die Visionen der Gründungsväter Bestand: Über 200 Kommunen vertrauen auf die Partnerschaft mit E.ON Mitte - ein gutes Beispiel für eine auch in die Zukunft gerichtete Stadt-Land-Solidarität. gmb