Kassel, 10.07.2012

Uni-Kassel-Mitarbeiter testen E-Auto von E.ON Mitte


E-Auto-Test: Lars Bax (links), studentischer Mitarbeiter bei E.ON Mitte, übergibt das Fahrzeug an Michael Domhardt (rechts) und seine Uni-Kollegen vom Fachgebiet Mensch-Maschine-Systemtechnik im Fachbereich Maschinenbau der Universität Kassel.

Wissenschaftliche Nachwuchskräfte der Uni Kassel haben sich einen eigenen Eindruck von der Alltagstauglichkeit eines Elektroautos der E.ON Mitte AG ver-schafft. Mitarbeiter des Fachgebiet Mensch-Maschine-Systemtechnik im Fachbereich Maschinenbau der Universität Kassel unter Leitung von Prof. Dr.-Ing. Ludger Schmidt nutzten die Gelegenheit, eines der Fahrzeuge des Typs Peugeot i.On aus der Flotte von E.ON Mitte für mehrere Tage Probe zu fahren.

Den Kontakt stellte Lars Bax her, studentischer Mitarbeiter im Regionalzentrum Mitte, der an der Universität Kassel eine Diplomarbeit zum Thema E-Ladesäulen ge-schrieben hatte. „Es bot sich förmlich an, die E-Autos von fachkundigen Uni-Mitarbeitern testen zu lassen“, erzählt Bax. Schließlich führe der Fachbereich des Öfteren detaillierte Gebrauchstauglichkeitstests durch und könne aussagekräftige Ergebnisse liefern.

Und tatsächlich brachte das Urteil der wissenschaftlichen Mitarbeiter, nach intensiver Nutzung, sowohl positive als auch negative Erkenntnisse – und lieferte damit wichtige Informationen für den weiteren Ausbau und die Nutzung der Elektromobilität. Im speziellen Fall des Peugeot i.On biete das E-Auto ein ansprechendes Fahrerlebnis, eine gute Leistung und Beschleunigung und ein relativ komfortables Platzangebot. Es sei optimal für die Nutzung innerhalb einer Stadt ausgelegt, auch was dessen Reichweite betrifft.

Als verbesserungswürdig stuften die Uni-Mitarbeiter die lange Ladedauer von bis zu sechs Stunden und die teilweise unzuverlässige Ladung ein, die bei Nutzung des Ra-dios, der Klima- und der Heizungsanlage stark schwanke. Generell sei die Reichweite für Überlandfahrten begrenzt. Auch Verbesserungsvorschläge lieferten sie gleich mit. So könnten sie sich eine automatische Bestätigung per SMS oder E-Mail an den Nutzer vorstellen, sobald der Wagen an der E-Säule aufgeladen sei. Ebenso wünschten sie sich eine verbesserte Diebstahlsicherung des Ladekabels, um das ungewolltes Beenden der Ladung durch Dritte zu vermeiden.

Alles in allem zeigten sich die Uni-Mitarbeiter aber zufrieden. Nach den ersten Probefahrten wurde zwar deutlich, dass für eine flächendecke Verbreitung der E-Mobilität vor allem die Reichweite erhöht werden muss. Auf kurzen Strecken bringt ein elektrisch betriebenes Fahrzeug aber enorme Vorteile mit sich.mor