Kassel, 29.03.2012

Positive Bilanz bei EEG-Anlagen im
Kreis Höxter


Stellten die EEG-Zahlen für den Kreis Höxter vor (v.l.): Michael Wissemann, Leiter Zentrale Funktionen und Udo Förster, Projektbearbeiter E.ON Mitte. Mit dabei sind Dieter Urspruch, Betriebsleiter auf Gut Dinkelburg und Bernhard Temme, Bürgermeister Borgentreich. Im Hintergrund die Biogas- und Photovoltaikanlage auf Gut Dinkelburg in Körbecke.

Die Zahl der an das Netz von E.ON Mitte angeschlossenen Anlagen zur Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien bewegt sich im Kreis Höxter auf hohem Niveau. Das teilten der Leiter für Zentrale Funktionen Michael Wissemann und der E.ON Mitte-Projektbearbeiter Udo Förster mit, die die Zahlen gemeinsam mit Borgentreichs Bürgermeister Bernhard Temme und Dieter Urspruch, Betriebsleiter der Biogasanlage auf Gut Dinkelburg in Borgentreich-Körbecke, vorstellten.

Im Jahr 2011 wurden über 400 neue Anlagen zur Stromerzeugung, überwiegend aus Sonnenenergie installiert. Insgesamt sind damit jetzt 1.772 Eigenerzeugungsanlagen aus Solarenergie, Windkraft, Wasserkraft, Windenergie und Biomasse im Kreis Höxter am Netz von E.ON Mitte. Ende 2011 speisten alle angeschlossenen „Kleinkraftwerke“ bereits mehr als 85 Millionen Kilowattstunden (kWh) umweltfreundlich erzeugten Strom ein. Dies entspricht dem Stromverbrauch von über 24.000 Haushalten bei einem Durchschnittsverbrauch von 3.500 kWh pro Jahr. Die Biogasanlage auf Gut Dinkelburg ist ein Beispiel für den verstärkten Einsatz von erneuerbaren Energien in der Region: Seit Ende letzten Jahres ist sie am Netz und trägt mit einer elektrischen Leistung von derzeit 400 Kilowatt (kW) und einer mittelfristig geplanten Erweiterung auf 600 Kilowatt einen wichtigen Anteil an der im Kreis Höxter vorangetriebenen Energiewende bei.

„Das sind überzeugende Zahlen, eine positive Entwicklung für die gesamte Region“, betonte Bürgermeister Temme. Dies sei zukunftsweisend und entspreche den Vorgaben des Energiewandels. „Der Einsatz von erneuerbaren Energien spielt bei der Umsetzung der Energiewende eine große Rolle“, ergänzte Förster. „Insofern freuen wir uns, dass wir zusammen mit den Städten und Kommunen des Kreises sowie vielen beteiligten Bürgern einen wertvollen Beitrag zur Umsetzung der Energiewende leisten.“

Kommunenvergleich Kreis Höxter

Vergleicht man die von E.ON Mitte versorgten Kommunen des Kreises hinsichtlich der absoluten Zahl in Betrieb genommener PV-Anlagen untereinander, dann liegen erfahrungsgemäß größere Kommunen auf den vorderen Rängen. Werden hingegen Einwohnerzahl und Leistungszubau in kW in Beziehung gesetzt, ergibt sich die Reihenfolge Borgentreich (5,43 kW Leistungszubau je Einwohner), Brakel (3,51 kW Leistungszubau je Einwohner), Bad Driburg (3,25 kW Leistungszubau je Einwohner) und Willebadessen (3,03 kW Leistungszubau je Einwohner).

Höhere Anforderungen für Stromnetze

Der Trend zu einer verstärkt dezentralen Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien stellt Stromnetzbetreiber vor große Herausforderungen. „Die zunehmenden Mengen Strom aus dezentraler Erzeugung sind in das Gesamtsystem aufzunehmen, ohne die hohe Versorgungszuverlässigkeit und Spannungsqualität zu beeinflussen“, erklärte Wissemann. „Als regionaler Energieversorger mit einem großflächigen zusammenhängenden Netzgebiet und einem modernen Netzmanagement besitzen wir die fachliche Kompetenz, die steigende Zahl dezentraler Stromerzeugungsanlagen bestmöglich in das bestehende Netz zu integrieren und zukunftsweisende Aufgaben zu bewältigen.“

E.ON Mitte investierte 9 Millionen Euro für den Netzausbau zum Anschluss dezentraler Stromerzeugungsanlagen

Damit der vor Ort erzeugte Strom ins Netz aufgenommen werden kann, hat E.ON Mitte seit 2009 rund neun Millionen Euro in die Verstärkung und Erweiterung des eigenen Stromnetzes investiert. Auch in kleineren Ortsnetzen kommt es vermehrt vor, dass ein hoher Betrag für den Netzausbau investiert wird, um größere Windkraftanlagen oder die steigende Anzahl von Solaranlagen an das Netz anschließen zu können.
Auch personell wird in den EEG-bedingten Netzausbau investiert: allein am Standort des Regionalzentrums Mitte in Borken, das auch für den Kreis Höxter zuständig ist, arbeiten einundzwanzig Mitarbeiter im EEG-Bereich und stehen als Ansprechpartner zur Verfügung. Darüber hinaus bietet E.ON Mitte allen eingetragenen Installateuren Informationsveranstaltungen zum EEG-Recht. Zahlreiche gesetzliche Änderungen sind zum Jahresbeginn in Kraft getreten. mf