Kassel, 08.03.2012

Hersfeld-Rotenburg setzt auf erneuerbare Energien



Präsentation der EEG-Zahlen für den Landkreis Hersfeld-Rotenburg: (v.l.) Herbert Höttl (Stadtwerke Bebra), Martin Taube (Biogasanlage Blankenheim), Albert Fernau (Erster Stadtrat Bebra), Martin Taube (Biogasanlage Blankenheim), Horst Groß (Bürgermeister Bebra), Kurt Stang (E.ON Mitte Projektbearbeiter Bebra), Alfred Vogt (Biogasanlage Blankenheim) und Michael Wissemann (E.ON Mitte Leiter Zentrale Funktionen).

Die Zahl der an das Netz von E.ON Mitte und den Stadtwerken Bebra angeschlossenen Anlagen zur Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien (EEG) bewegt sich im Landkreis Hersfeld Rotenburg auf hohem Niveau. Das teilten der E.ON Mitte-Leiter für Zentrale Funktionen Michael Wissemann, der E.ON Mitte-Projektbearbeiter Kurt Stang und Herbert Höttl als Geschäftsführer der Stadtwerke Bebra GmbH mit, die die Zahlen gemeinsam mit Bebras Bürgermeister Horst Groß und Horst und Martin Taube, Betreiber der Biogasanlage in Bebra-Blankenheim, vorstellten.

Im Jahr 2011 wurden bei E.ON Mitte 633 neue Anlagen zur Stromerzeugung, überwiegend aus Sonnenenergie, installiert. Insgesamt sind damit jetzt 2.741 Eigenerzeugungsanlagen aus Solarenergie, Windkraft, Wasserkraft, Windenergie und Biomasse Strom im Landkreis Hersfeld-Rotenburg am Netz von E.ON Mitte. 2010 speisten die bis dato angeschlossenen „Kleinkraftwerke“ bereits mehr als 80 Millionen Kilowattstunden (kWh) umweltfreundlich erzeugten Strom ein. Dies entspricht dem Stromverbrauch von knapp 23.000 Haushalten bei einem Durchschnittsverbrauch von 3.500 kWh pro Jahr.

Im Netzbereich der Stadtwerke Bebra GmbH sind zusätzlich noch insgesamt 129 Anlagen mit einer Gesamtleistung von 3.975 kW installiert. Allein im Bereich der Kernstadt Bebra wurden im vergangenen Jahr 37 Anlagen mit einer Leistung von 1.394 kW eingebaut. Die gesamte Stromerzeugung für diese Anlagen betrug im Jahr 2011 4 Millionen Kilowattstunden, ergänzte Geschäftsführer Herbert Höttl. Dies entspreche allein in Bebra einem Volumen von 1.150 Haushalten mit einem Durchschnittsverbrauch von 3.500 kWh.

Taubes Biogasanlage in Bebra-Blankenheim ist ein Beispiel für den verstärkten Einsatz von erneuerbaren Energien in der Region: Seit rund 15 Monaten ist sie am Netz und trägt mit einer elektrischen Leistung von 250 Kilowatt (kW) einen wichtigen Anteil an der im Landkreis vorangetriebenen Energiewende bei. In den von E.ON Mitte versorgten Ortsteilen von Bebra gingen vergangenes Jahr 55 EEG-Anlagen mit einer Leistung von 647 kW ans Netz. Insgesamt waren bis Ende 2011 damit bereits 234 Anlagen angeschlossen.

„Das sind stolze Werte, wir freuen uns über diese hervorragenden Zahlen“, sagte Bebras Bürgermeister Horst Groß. „Die Stadtwerke Bebra und E.ON Mitte ziehen an einem Strang, um gemeinsam ihren Beitrag für die Stärkung der erneuerbaren Energien in der Region zu leisten.“ Dies sei zukunftsweisend und entspreche den Vorgaben des Energiewandels.

„Der Einsatz von erneuerbaren Energien spielt bei der Umsetzung der Energiewende eine große Rolle“, ergänzte Michael Wissemann von E.ON Mitte. „Insofern freuen wir uns, dass wir zusammen mit den Städten und den Kommunen des Landkreises sowie vielen beteiligten Bürgern einen wertvollen Beitrag zur Umsetzung der Energiewende leisten.“

Für das gesamte Netzgebiet von E.ON Mitte wird bis Ende 2012 ein Anstieg auf etwa 40.000 Stromerzeugungsanlagen aus erneuerbaren Energien mit einer Einspeisemenge von rund 1,3 Milliarden Kilowattstunden erwartet. Dies entspricht dem Stromverbrauch von rund 375.000 Haushalten mit einem Durchschnittsverbrauch von 3.500 Kilowattstunden pro Jahr.


Kommunen-Vergleich Hersfeld-Rotenburg

Im Vergleich der Kommunen des Landkreises Hersfeld-Rotenburg liegen hinsichtlich der Leistung der 2011 von E.ON Mitte ans Netz genommenen Photovoltaik- und Biomasseanlagen die Stadt Rotenburg (2.463 Kilowatt installierte Leistung), die Gemeinde Alheim (1.887 kW) und Breitenbach am Herzberg (1.748 kW) auf den vorderen Plätzen – nicht zuletzt auch aufgrund der höheren Einwohnerzahl.

Wird die 2011 hinzugekommene Leistung aus Solar und Biomasse der vor Ort in Betrieb genommenen Anlagen auf die Einwohnerzahl bezogen, erreicht Breitenbach am Herzberg das beste Ergebnis (1.748 kW bei 1828 Einwohnern), gefolgt von Alheim (1.887 kW bei 5124 Einwohnern) und Haunetal (191 kW bei 539 Einwohnern in den von E.ON Mitte versorgten Gebieten).


Hintergrund: Zukünftig höhere Anforderungen für Stromnetze

Der Trend zu einer verstärkt dezentralen Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien stellt Stromnetzbetreiber vor große Herausforderungen. „Die immer größeren Mengen Strom aus dezentraler Erzeugung sind in das Gesamtsystem aufzunehmen, ohne die hohe Versorgungszuverlässigkeit zu gefährden“, erklärte Michael Wissemann. „Als regionaler Energieversorger mit einem großflächigen zusammenhängenden Netzgebiet und einem modernen Netzmanagement besitzen wir die fachliche Kompetenz, die steigende Zahl dezentraler Stromerzeugungsanlagen bestmöglich in das bestehende Netz zu integrieren und zukunftsweisende Aufgaben zu bewältigen.“