Der Nutzen des Rehbachs, der über den Osthang des Hohen Westerwaldes nach 17 Kilometern südlich von Herborn in die Dill einmündet, wurde schon früh erkannt. Emil Wilhelm Langenbach errichtete 1924 in Roth oberhalb von Guntersdorf ein eigenes kleines Wasserkraftwerk mit einer Leistung von 65 Kilowatt, um seinen Betrieb mit elektrischer Energie zu versorgen. Doch wenn der Rehbach im Sommer Niedrigwasser führte, reichte die von seinem Kraftwerk erbrachte Leistung nicht aus. Er musste von der Hessen-Nassauischen Überlandzentrale Oberscheld Elektrizität hinzukaufen, die schließlich 1925 auch die Betriebsführung seines Kraftwerkes übernahm. Mittlerweile ist am Rehbach im Westerwald eine ganze Kraftwerkskette entstanden.

Emil Wilhelm Langenbach